Bekämpfung von Tau Fliegen

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Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts entdeckten ein Molekül, welches das Sexualverhalten der Tau-Fliegen steuert

Der Schlüssel, um Tau-Fliegen unter Kontrolle zu halten

Wer im Sommer frisches Obst zu Hause lagert, kämpft schnell mit Tau-Fliegen. Wissenschaftler bezeichnen sie mit Drosophila melanogaster. Bekannt ist sie zudem als Frucht-. Obst-, Most-, Essig-, oder Gärfliege.

Kleinste Anzeichen von Fäulnis reichen aus, um der lästigen Tau-Fliege eine explosionsartige Vermehrung zu ermöglichen. Die Lösung des Problems liegt in der Fortpflanzung. Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie wartet mit erstaunlichen Erkenntnissen auf.

 

Ein einfaches Molekül wirkt Wunder

Der Fettsäure-Methylester Methyllaurat ist der Stoff, der Tau-Fliegen im Zaum hält. Im Mai 2015 gelang es Forschern des Max-Planck-Instituts, nachzuweisen, dass dieses Pheromon zu einem Paarungserfolg führt. Damit lösten die Wissenschaftler eines der letzten Geheimnisse der Fliege. Sie dient seit Jahren als Musterobjekt für genetische Forschungen. Seit 15 Jahren ist ihr Genom komplett sequenziert. Die Paarung unterdrückende Pheromone, sind bereits bekannt. Jetzt steht fest, welcher Stoff die Paarung auslöst.

 

Ein Pheromon lockt Männchen in die Falle

Das erste Mal identifizierten Forscher einen Botenstoff beim Weibchen des Seidenspinners. Seitdem kamen unterschiedlichste Arten hinzu. Pheromone, die Insekten derselben Spezies versammeln oder die vor Gefahren warnen, kennt die Wissenschaft. Bekannter sind die Sexual-Lockstoffe, die im menschlichen Bereich häufig Thema der Bericht-Erstattung sind. Auf dem Gebiet der Schädlings-Bekämpfung finden Pheromone Anwendung, um Männchen einer Art in die Falle zu locken. So haben Schad-Insekten keine Möglichkeit zur Vermehrung. Bei der Tau-Fliege – einer der am besten erforschten Insektenarten – fehlte dieser Nachweis bis Mai 2015.

 

Rasante Fortpflanzung der Tau-Fliege

Obst und Gemüse in Ihrer Küche dienen als Nahrung und als Brutplatz für die Tau-Fliege. Angefaulte Stellen eignen sich als idealer Platz zur Ei-Ablage. Biomüll und herumliegende Essensreste gehören ebenso in diese Kategorie. Ein Tau-Fliegen-Weibchen legt 500 Eier, die zehn bis 14 Tage brauchen, bis sie schlüpfen. Im Anschluss daran beginnen mehrere Hundert Fliegen diesen Vermehrungszyklus von vorn.

 

Was tun, bis eine Pheromon-Tau-Fliegenfalle auf dem Markt ist?

Den lästigen Insekten sind Sie nicht hilflos ausgeliefert. Unter www.destra-shop.de hält der Destra Fachhandel Produkte bereit, die Sie beim Kampf gegen Tau-Fliegen unterstützen.

Die Fruchtfliegenfallen enthalten Stoffe, die sie anlocken. Sie gelangen auf diese Weise in ein beispielsweise mit Klebeflächen versehenes Gefäß. Die Klebeflächen und die Lockstoffe wechseln Sie bei Bedarf aus.

Als hilfreich für den Einsatz in Küchen und in Betrieben, die mit Lebensmitteln arbeiten, erwies sich ein Fruchtfliegen-Monitor. Lockstoffe ziehen die Fliegen an. Gelangen sie in das Gefäß, finden die Tau-Fliegen nicht mehr heraus.

Zusätzlich gegen andere Fliegenarten nützliche Insektenfallen sind mit Obstmotiven bedruckte rote Streifen, die Sie ans Fenster kleben.

Lockstoffe für genannte Fallen erhalten Sie neben den genannten Produkten im Destra-Onlineshop.

 

Durch Vorbeugung zu einem Heim ohne Tau-Fliegen

Während des Reifeprozesses geben Gemüse und Obst das Reifegas Ethylen frei. Dieses Gas regt andere Lebensmittel zum schnelleren Reifen an. Lassen Sie Früchte und Gemüse an einer Stelle in der Küche liegen, schaffen Sie die Voraussetzung für Fäulnis und das massive Auftreten der Tau-Fliege. Erleichterung schafft regelmäßiges Lüften. Dann verschwinden die Reifegase. Obst und Gemüse in ausreichendem Abstand voneinander zu lagern, verringert das Auftreten von Fruchtfliegen.

Weitere Maßnahmen bestehen darin, den Hausmüll täglich zu entfernen und schmutziges Geschirr sowie Reste von Säften schnell abzuspülen. Bereits beim Einkauf achten Sie darauf, Obst und Gemüse ohne Druckstellen zu kaufen. Soweit möglich, lagern Sie Lebensmittel im Kühlschrank oder decken sie mit Frischhaltefolie ab.

Katzen- oder Hundefutter ist eine gute Nahrungs- und Brutbasis für Tau-Fliegen. Entfernen Sie frisches Futter schnell nach dem Fressen. Dasselbe gilt für Hunde-, Katzen und Kleintierkot. Reinigen Sie Toiletten oder Gehege regelmäßig.

 

Vorbeugen und auf die Wissenschaft hoffen

Guter Schutz vor Tau-Fliegen ergibt sich aus Vorsorge und der neuesten Erkenntnis der Wissenschaft. Achten Sie beim Einkauf von Obst und Gemüse darauf, dass es frisch ist. Lagern Sie beides so, dass keine Brutplätze für Fliegen entstehen. Essensreste beseitigen Sie sofort. Mit der Entschlüsselung des Methyllaurat dauert es nicht lange, bis entsprechende Pheromon-Fallen zur Bekämpfung der Tau-Fliege auf den Markt kommen.

 

Quellen:

https://idw-online.de/de/news631385

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