Rattenbefall im Haus

Holy rats running around Karni Mata Temple, Deshnok, India

Die Anzeichen für Rattenbefall in Gebäuden deuten

Der Verdacht auf Rattenbefall im Haus bestätigt sich anhand des für Ratten typischen Kots. Weitere Symptome, welche auf einen Rattenbefall hinweisen, gibt es zuhauf. Ob Bewohner diese richtig deuten, ist nicht gewährleistet. Der beiliegende Beitrag zeigt, wo sich die Rückzugsorte der Ratten im Haus befinden und welche Merkmale auf ihre Präsenz deuten. Ratten sind nicht nur Schädlinge, sondern gefährden die Gesundheit der Menschen. Ein Rattenbefall in menschlicher Umgebung ist umgehend zu bekämpfen.

Die ersten Anzeichen im Haus beachten

Kein Rattenbefall gleicht dem anderen. Eindeutige Merkmale gibt es dennoch, die auf einen Rattenbefall hinweisen.

Dazu ist eine gründlich durchzuführende Inspektion des „Tatortes“ notwendig. Lebende Ratten sehen die Betroffenen auch bei großer Population äußerst selten. Bei der Spurensuche geht es in erster Linie um Nagespuren, Kot sowie tote Ratten, Nester und Laufspuren.

Zu den auffälligsten Anzeichen gehören die Exkremente. Der Kot von Wanderratten ist spindelförmig und gruppenförmig angeordnet und unterscheidet sich von dem der Hausratten. Dieser ähnelt eher einer Banane, ist schmaler und liegt nicht in Gruppen. Finden die Betroffenen weichen und glänzenden Kot, lässt dieser Faktor auf einen akuten Rattenbefall schließen. Des Weiteren gibt die Menge des Kots Informationen über die Größe der Population. In der Regel weisen 40 Kotballen täglich auf eine Ratte hin. Finden Betroffene verschiedene Größen des Kots, deutet diese Erkenntnis auf das Vermehren der Ratten an.

Die Hauptmerkmale sind Nagespuren

Ob es sich um Mäuse oder um einen aktiven Rattenbefall handelt, zeigen die Nagespuren. Die Schneidezähne der Ratten wachsen stetig. Diese festen Zähne ermöglichen es Ratten, eine Vielzahl Materialien anzunagen. Mörtel, Kabel und Aluminium gehören zu den Materialien, auf denen Profis Nagespuren der Schädlinge gut erkennen. Im Haus sind Ratten für eine Vielzahl Hausbrände verantwortlich, indem sie Elektrokabel annagen. Beim Auffinden der Nagespuren verdeutlichen sich die Unterschiede. Scharfe Konturen und Fraßmehl zeugen von frischen Spuren, alte Nagespuren sind abgerundeter. Fraßmehl ist bei älteren Spuren nicht vorhanden. Ein weiterer Beweis für den Rattenbefall zeigt sich durch Schmierspuren, die durch das Körperfett an den Flächen der Laufwege entstehen. Diese bestehen aus Schmutz, Staub und Körperfett. Sie führen den Schädlingsbekämpfer in der Regel zu den Nistplätzen oder Futterplätzen der Ratten.

Hausratten verstecken ihre Nester außergewöhnlich gut und es bedarf viel Erfahrung, um diese aufzuspüren. Oft befinden sich diese in den oberen Bereichen der Häuser oder gar in Häusern der Umgebung. Beliebte Plätze für den Nestbau der Hausratten sind das Dach und der Dachboden. Hier finden sie die Materialien, die sie für den Nestbau benötigen. Wanderratten bauen ihre Nester in der Regel in Erdbauten im Freien. Im Garten finden sie für die Aufzucht ihrer Jungen Platz in Komposthaufen oder unter dem Holzsockel der Gartenlauben.

Laufspuren der Ratten im Staub

Bereiche, die eine starke Staubbelastung aufweisen, lassen die Laufspuren der Ratten leicht verfolgen. Ein Profi erkennt anhand von Größe und Gestalt der Fußabdrücke die Rattenart. Auf den Fußballen laufen Wanderratten. Ihr Gewicht auf die Zehen verlagern die Hausratten. Das Auffinden der Fußspuren lässt den Experten die Population erkennen. Damit erbringt er den Beweis für einen Rattenbefall im Gebäude. In stark staubenden Gebäudeteilen belegen die Fußspuren einen akuten Befall. Eine dünne Mehlschicht bildet eine alternative Staubschicht, auf der jeder Profi die Fußspuren der Schädlinge erkennt.

Der sicherste Beweis sind lebende Ratten, die Betroffene im Gebäude sehen. Finden sie tote Tiere, zeugt dies ebenfalls von einem akuten Befall im Haus. Daneben kann der Fachmann die Art der Ratten bestimmen. Sichtet er am Tage lebende Ratten, ist dies ein Hinweis auf starken Rattenbefall, einer Störung ihrer Nistplätze oder Futtermangel. Je nach Situation können jetzt die richtigen Bekämpfungsmittel ausgewählt werden – Rattengift zählt dabei zu den wirksamsten Mitteln.

Ratten erzeugen einen starken Geruch

Weist ein Gebäude Rattenbefall auf, riecht es im Haus unangenehm nach Ammoniak. Für die Ratten bedeutet der Geruch eine wichtige Orientierung. Den Duft, den die Tiere mit speziellen Drüsen erzeugen, findet sich im Kot und Urin wieder. Für die Tiere ist dieser extreme Geruch wichtig für die Markierung ihrer Laufwege, der Fortpflanzung sowie der Erkennung ihrer Sippe.

Sofern der Betroffene alle Spuren erkannte und deutete, ist er vom Rattenbefall im Gebäude überzeugt. Er zögert keine Sekunde, um den Schädlingsbekämpfer anzurufen, bevor die Rattenplage immense Ausmaße annimmt. Das gilt ebenfalls, wenn sich die Ratten nicht im Haus, sondern im Garten aufhalten. Für die Ratten stellt das Gebäude lediglich eine Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt.